«Ich bin mit Leib und Seele ein ungläubiger Pfarrer», sagt Jean-Paul Lutz leicht verschmitzt und nippt an seiner Kaffeetasse: «Denn weil ich zweifle, glaube ich», setzt er nach und lässt wissen, dass er ein aufklärerischer Mensch sei und dass man Glaube mit Religion nicht verwechseln sollte.
Sein beruflicher Werdegang ist mit einem Atemzug kaum zu nennen: Der 1947 geborene Lutz besuchte das evangelische Lehrerseminar Muristalden und schloss ein Theologiestudium in Bern, Zürich und Berlin mit dem Staatsexamen ab. Dann folgten eine Managementausbildung für Nichtregierungsorganisationen und eine Ausbildung zum Mediator.
Er war Pfarrer im Zürcher Industriequartier, Studienleiter für Jugendfragen, Pfarrer in Kirchdorf, Beauftragter für Radioarbeit im Berner Oberland, selbstständig erwerbender Theologe sowie Berater und Mediator im «Büro für Beratung».